MEDIENMITTEILUNG – 6. Januar 2024
Der Staat wird immer teurer und mĂ€chtiger. Es drohen Milliarden-Schulden und neue Steuern fĂŒr die arbeitende Bevölkerung. FĂŒhrende Vertreter der Wirtschaft, des Bundes und der Wissenschaft sind sich einig: Staatswachstum und Staatsausgaben sind dringend zu senken. Ansonsten droht der Schweiz die gleiche Misere wie der hochverschuldeten EU.

Um das zerstörerische Staatswachstum zu stoppen, fordert die SVP Schweiz an ihrer traditionellen Kadertagung in Bad Horn (TG):
- Senkung der Staatsausgaben um mindestens 10 Prozent in jenen Bereichen, die in den letzten zwanzig Jahren am stÀrksten angestiegen sind: Entwicklungshilfe, Asyl, Kultur, Sozialstaat und Bundespersonal.
- Strikte Einhaltung der Schuldenbremse â Nein zu den geplanten Tricksereien der Mitte-Links-Parteien.
- Kampf gegen die linke Unterwanderung der Verwaltung, Medien, Bildung und NGOs.
Die traditionelle Kadertagung der SVP Schweiz vom 5. und 6. Januar in Bad Horn (TG) befasste sich mit den finanzpolitischen Herausforderungen der Schweiz. Diese sind angesichts der leeren Bundeskassen immens. An der Tagung nahmen ParteiprÀsident Marco Chiesa, FraktionsprÀsident Thomas Aeschi, der Parteileitungsausschuss, die BundesrÀte Albert Rösti und Guy Parmelin sowie alt Bundesrat Christoph Blocher und zahlreiche National- und StÀnderÀte und Vertreter und Vertreterinnen der Kantonalparteien teil.
Als Gast-Referenten traten ausgewiesene Experten auf. Sabine DâAmelio-Favez, Direktorin der Eidgenössischen Finanzverwaltung, zeigte in ihrem Referat die besorgniserregende Lage der Bundesfinanzen auf. FĂŒr Wirtschaftsprofessor Christoph A. Schaltegger, Direktor des Instituts fĂŒr Wirtschaft und Politik IWP, ist klar: âDer Schweizer Staat ist zu teuer. Die Bundesausgaben haben sich in den letzten 30 Jahren verdoppelt.â Ăkonom und Weltwoche-Redaktor, Dr. Beat Gygi, warnte vor der dramatischen Verschuldung der EU. Besonders gefĂ€hrlich sei der wirtschaftliche Niedergang Deutschlands durch die linksgrĂŒne Deindustrialisierungspolitik. SVP-VizeprĂ€sidentin und Unternehmerin Magdalena Martullo-Blocher kritisiert die wirtschaftsfeindlichen Regulierungen und die hohen Energiepreise aufgrund der irregeleiteten Klima-Politik: Die Schweizer Wirtschaft habe im internationalen Vergleich an Innovationskraft verloren. Markus Somm, Verleger und Chefredaktor des Nebelspalters, warnte vor der versteckten linken Dominanz in fast allen Institutionen; namentlich Verwaltung, Medien, Kultur, Bildung und NGOs.
Die Bevölkerung wird geschröpft und der Staat lebt in Saus und Braus
Die Grundsatzreferate machten deutlich: Das ungebremste Staatswachstum bedroht den Wohlstand der Schweizerinnen und Schweizer. Wenn die zerstörerische Mitte-Links-Politik weitergefĂŒhrt wird, drohen neue Schulden und neue Steuern: Das heisst, die BĂŒrgerinnen und BĂŒrger haben noch weniger Geld zur VerfĂŒgung und die Wirtschaft kippt in die Rezession.
Sabine DâAmelio-Favez zeigte auf, dass in der Finanzplanung der Jahre 2025 bis 2027 bis zu 3 Milliarden Franken fehlen. «Es besteht definitiv kein Spielraum fĂŒr neue Aufgaben», so die Direktorin der Eidgenössischen Finanzverwaltung.
Trotzdem will Links-GrĂŒn den Sozialstaat weiter massiv ausbauen. Am 3. MĂ€rz stimmen wir ĂŒber die 13. AHV-Rente ab: Diese extreme Gewerkschafts-Initiative wĂŒrde jĂ€hrlich wiederkehrende Mehrkosten von 5 Milliarden Franken bringen. Die Rechnung wird wieder der Mittelstand zahlen mĂŒssen: mit noch höheren Mehrwertsteuern und LohnabzĂŒgen.
Auch die Analyse von Wirtschaftsprofessor Christoph A. Schaltegger, Direktor des Instituts fĂŒr Wirtschaft und Politik IWP, ist klar: âDer Schweizer Staat ist zu teuer.â Pro Steuerzahler kostet der Staat 50â000 Franken im Jahr.
Die Bundesschulden sind wieder auf 120 Milliarden Franken angestiegen. Ohne Schuldenbremse, das zeigen die Berechnungen von Professor Schaltegger, hÀtte die Schweiz sogar 400 Milliarden Franken Schulden. Umso fahrlÀssiger ist es, dass die Mitte-Links-Parteien versuchen, die Schuldenbremse auszuhebeln, statt endlich die wuchernden Staatsausgaben zu reduzieren.
Angesichts der desolaten Finanzlage besteht fĂŒr Schaltegger akuter Handlungsbedarf. â30 Jahre Forschung zeigen klar auf: Intelligentes Sparen ist ausgabenorientiert.â Steuererhöhungen hingegen fĂŒhrten zu einem RĂŒckgang der Investitionen und des Konsums und damit zu einer Rezession.
Den Rotstift ansetzen wĂŒrde Schaltegger in der Bundesverwaltung. âEin Bundesangestellter erhĂ€lt gegenĂŒber einem Angestellten in der Privatwirtschaft 12% mehr Lohn â bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit. Mit anderen Worten: Ein Beamter erhĂ€lt einen Monatslohn mehr als ein Angestellter in der Privatwirtschaft, der diese Luxuslöhne mit seinen Steuergeldern noch zwangsfinanzieren muss.
StÀrkung der Schweiz statt Anbindung an die Krisen-EU
Ăkonom und Weltwoche-Redaktor Dr. Beat Gygi warnte vor den gefĂ€hrlichen Schuldenbergen in den USA und der EU. Die Schuldenpolitik der EU sei fatal, da sie zum verantwortungslosen Haushalten einlade. GrĂŒnde fĂŒr diese Entwicklung sind laut Gygi Kontrollversagen und die âGefĂ€lligkeitsdemokratieâ, die lieber Schulden macht als den eigenen Interessengruppen etwas wegzunehmen. Besonders gefĂ€hrlich sei, dass sich der europĂ€ische Wirtschaftsmotor Deutschland im Niedergang befinde. Eine Folge der linksgrĂŒnen Politik: Deindustrialisierung, Klimapolitik, rekordhohe Energiepreise sowie die Schuldenproblematik im Euro-Raum.
SVP-VizeprĂ€sidentin Magdalena Martullo-Blocher wies darauf hin, dass die masslose Zuwanderung und das Asyl-Chaos die schlechte Finanzlage des Bundes verschĂ€rfen wĂŒrden. Gleichzeitig wĂŒrge die links-grĂŒne Politik die Wirtschaft mit immer mehr Regulierungen und Steuern in den Bereichen Klima und Menschenrechte buchstĂ€blich ab, so die BĂŒndner Unternehmerin. âDie Schweizer Wirtschaft hat an Innovationskraft verloren und ist heute im internationalen Vergleich nur noch auf Platz 3.â
Statt die eigenen Rahmenbedingungen zu verbessern, wolle der Bundesrat ein Rahmenabkommen und uns EU-Recht aufdrĂŒcken, obwohl wir ein ganz anderes System haben, so Martullo-Blocher. âDer Schweiz geht es besser, weil wir schlanker, pragmatischer und mit weniger BĂŒrokratie aufgestellt sind als die EU.â Sie fordert eine StĂ€rkung der Schweizer Erfolgsfaktoren:
- Bewahrung der UnabhÀngigkeit und NeutralitÀt
- Gezielte Steuerung der Zuwanderungspolitik
- Sichere und bezahlbare Energieversorgung
- Weltweite Freihandelsabkommen auf Augenhöhe
- Tiefe Steuern & Abgaben fĂŒhren zu Wohlstand und ArbeitsplĂ€tze
- Flexibler Arbeitsmarkt mit tiefen LohnabzĂŒgen
- Abbau der Regulierungsdichte
Höchstlöhne fĂŒr Beamte
Der ungebremste Staat ist auch ein Abbild der linken Unterwanderung des Staates und staatsnaher Institutionen. Nebelspalter-Verleger Markus Somm zeigte anhand konkreter Beispiele auf, wie die linke Dominanz in der Verwaltung, der Medien und der Bildung die Schweiz immer staatsglĂ€ubiger und interventionistischer werden lasse. Ein Hauptproblem sieht Somm in der Akademisierung der staatsnahen Eliten. Dabei drĂ€ngen insbesondere Absolventen âweicher FĂ€cherâ (Sozial- und Geisteswissenschaften) in die Verwaltung und Institutionen. Die Begrenzung solcher StudienplĂ€tze und eine deutliche Erhöhung der StudiengebĂŒhren könnten hier Gegensteuer geben, so Markus Somm. Ausserdem empfiehlt er eine Volksinitiative, die Höchstlöhne fĂŒr Beamte (120â000 Franken) und eine Obergrenze der Bundesangestellten (40â000) fordert.
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Quelle: https://www.svp.ch/aktuell/publikationen/medienmitteilungen/stoppt-den-staat-er-ist-zu-links-und-zu-teuer/